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Wie antworte ich auf Kooperationsanfragen?

Wieviele Kooperations- oder Linkkaufanfragen bekommst du monatlich und wie viele davon überzeugen dich von der Seriosität des Vorhabens? Ich weiß, ich weiß, Linkkauf ist böse und sollte am besten gar nicht ausgesprochen werden. Das wissen spätestens vor allem diejenigen, die von Google die Rote Karte bekommen haben und die danach jeden weiteren Kontakt von Kooperationsanfragen strikt ablehnen.

Welches Ziel verfolge ich mit meinem Blog?

Das ist die erste Frage, die sich bei Kooperationsanfragen stellt. Blogge ich nur zum Spaß, ohne Interesse an einem Nebenverdienst? In diesem Fall ist die Antwort klar. 5 von 100 Bloggern jedoch verdienen ihren Lebensunterhalt mit der Schreiberei und 20 von 100 decken damit sogar ihre Kosten (Hosting, Domain, Equipment). Grundsätzlich ist an einer Kooperation nichts verkehrt, sofern einige Spielregeln beachtet werden.

Löst die Kooperation mein Problem oder das Problem meiner Leser?

Nein? Kooperationsanfrage ignorieren. Ja? Ein Dialog mit der anderen Seite könnte sinnvoll sein.

Als Blogger ist man im Vorteil, denn man hat alle Karten in der Hand: du wurdest kontaktiert und nicht umgekehrt. Welches Ziel wird mit der Anfrage verfolgt?

Die Top4 der Kooperationsanfragen:

  1. Kostenloser Linktausch
    „Wir haben super Inhalte (in Form von PDFs, Texten, Bildern, Videos etc), die deinen Besuchern bestimmt gefallen werden!“
    Wirklich? Du wirst gebeten, auf eine Webseite mit coolen Inhalten zu verlinken. Wäre der Inhalt wirklich so cool, dann hättest du ihn wahrscheinlich von selbst schon längst verlinkt.
  2. Content-Seeding (€ontent $eeding)
    „Wir haben super Inhalte (in Form von PDFs, Texten, Bildern, Videos etc), die deinen Besuchern weiterhelfen, und die du kostenlos in deinen Blog einbauen kannst!“
    Meistens werden Blogger mit hoher Reichweite nach Content-Seeding gefragt. Du hast einen gut besuchten Blog, viele Kommentare, +5000 Facebook/Twitter Fans oder mehrere Hunderttausend Youtube Fans so weckst du automatisch damit das Interesse bei Online Marketeers, die Inhalte dank deiner Reichweite im Netz streuen wollen. Je nach Reichweite steigt der Preis für das Content Seeding. Für umsonst gibt es hier gar nichts.
  3. Link gegen Bezahlung
    „Bist du bereit in deinem Blogbeitrag einen Link auf www…… zu platzieren? Im Gegenzug können wir dir einen Gutschein oder €150 anbieten.“
    Diese Anfrage klingt im ersten Moment plump und nicht seriös. Solange dieser Link deiner Website nicht schadet, spricht nichts dagegen. Wann schadet dir der Link? Sollte die Anfrage exakte Informationen zu Linkzielen sowie Ankertexten enthalten, sollte man vorsichtig sein. Ein Link mit dem Text „Versicherungen vergleichen“ kann sogar für die eigene Webseite gefährlich werden. Google kann deinen Blog für ausgehende Links abstrafen, wenn sie eindeutig gegen die Google Richtlinien verstoßen. Unnatürliche Ankertexte sind ein Indiz dafür. Passt der Link jedoch perfekt zu deinem Blogpost und du kannst den Anktertext selbst wählen, so kann man sich die Anfrage genauer anschauen und eventuell Vorschläge machen, um den Deal safe zu machen. Follow/nofollow Link, Image-Backlink, Backlinks mit einem Ankertexten wie „hier„, „Website„, „www.websitederkooperation.com„… usw. fallen weniger negativ auf. In jedem Fall muss sich die Frage stellen, wie ein Google Rater diesen Link einschätzen würde. Bei einer Überprüfung deines Blogs, kann es sein, dass ein Google-Mitarbeiter einen Backlink bewertet. Sieht der Link natürlich aus oder gekauft?
  4. Blogparade = Linktausch
    „Machst du bei meiner Blogparade mit??“

    Blogparaden werden ebenfalls gerne genutzt, um auf die Linkjagd zu gehen. Dabei handelt es sich um nichts anderes als Linktausch. Der Unterschied dabei ist jedoch, dass sich ein Blogger bei einem Blogger meldet und keine SEO Agentur. Ein Blogger ruft dazu auf seine Blogaktion zu verlinken um im Gegenzug einen Link aus seinem Blogpost zu bekommen. Die Google Webspam Richtlinien sind eigentlich 101% klar, was so ein Vorhaben angeht: „Der öffentliche Aufruf zu Backlinks ist der direkte Weg zur Google Abstrafung.“ Finger weg!

Solange Google die Backlinks zu den stärksten Rankingfaktoren zählt, wird es diese Anfragen geben. Jeder muss mit gesunden Menschenverstand entscheiden, welche Kooperation eingegangen werden kann und welche besser nicht. Was passiert jedoch, wenn Backlinks keine Rolle mehr spielen? Google arbeitet auch schon daran, mehr dazu demnächst.

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